Tübinger Haus der Rothenburg
Das Haus

Geschichte des Hauses

Am 13.11.1880 gründete eine Gruppe evangelischer Theologiestudenten, deren einstiger Treffpunkt die Stube Rothenburg im Tübinger Stift war, die "Akademische Gesellschaft Rothenburg". Der Name wurde in bewusster Abgrenzung zu den Tübinger Verbindungen und Burschenschaften gewählt. Auf das Tragen von Farben und äußere Kennzeichen wurde verzichtet. Motto der akademischen Gesellschaft war "Freundschaft und Geselligkeit" unter Berücksichtigung der Freiheit des Einzelnen. Steigende Mitgliederzahlen ermöglichten 1906 den Kauf des Grundstücks in der heutigen Schloßbergstraße, im Sommer 1910 konnte das "Haus der Rothenburg" eingeweiht werden.

Der Lauf der Geschichte verschonte auch die Rothenburger nicht. 1936 löste sich die Gesellschaft auf, konnte jedoch 1948 wieder gegründet werden. Weitere Umwälzungen brachten die 70er Jahre mit sich: Seit 1978/79 wohnen Frauen gleichberechtigt in der Rothenburg; die "Akademische Gesellschaft Rothenburg" wurde 1972 in den Verein "Tübinger Rothenburg e.V." überführt, dessen Zentrum auch heute noch das Haus in der Schloßbergstraße ist.

Heute gibt es auf der Rothenburg 16 Zimmer für Studierende, die in einer selbstverwalteten Groß-WG zusammenwohnen. Hier weiterlesen über das Leben im Haus.

Feste feiern in der Rothenburg

Die beiden Säle sowie das Kaminzimmer und die obere Terrasse vermieten wir für private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern oder auch für wöchentliche Theaterproben.

Der Stocherkahn

Wir haben auch einen eigenen Stocherkahn, der am Hölderlinturm liegt und gegen Gebühr ausgeliehen werden kann.

Kahn

Das Konzept

Die Rothenburg ist ein Verein - Was bedeutet das?

Die Rothenburg ermöglicht Studenten und Auszubildenden günstiges und schönes Wohnen. Das funktioniert aber nur mithilfe des Vereins, denn die tatsächlich anfallenden Kosten werden aufgeteilt. Die Hausbewohner decken mit ihren Mieteinnahmen lediglich die anfallenden Nebenkosten des Hauses; große Kosten, wie sie beispielsweise bei Renovierungsarbeiten entstehen, werden durch die Mitgliedsbeiträge der "Alten" gedeckt. Es gibt hier also einen Generationenvertrag und das Haus wird mit von den Ehemaligen getragen. Das ganze Konzept basiert aber auf Freiwilligkeit, jeder kann jederzeit kündigen. Tatsächlich hoffen wir alle aber, dass ein solches Konzept überlebensfähig ist und genug Ehemalige das Haus weiterhin unterstützen wollen und werden.

Tatsächlich gibt es zwei Vereine: den Verein "Tübinger Rothenburg e.V." (Altenverein) und den "Tübinger Haus der Rothenburg e.V." (Hausverein). Wohnt man im Haus, ist man Mitglied im ersten Verein und hat einen jährlichen Beitragssatz von 30 Euro. Zieht man aus, wechselt man in den "Hausverein" und zahlt jährlich 150 Euro. Dabei gibt es aber Abstufungen: Den vollen Mitgliedsatz zahlt man nur bei Berufstätigkeit und gesichertem Einkommen, Studenten und Erwerbslose zahlen weiterhin nur 30 Euro.

Satzungen:

Die Satzungen könnt ihr euch hier genauer ansehen:

  1. Satzung des Vereins Tübinger Haus der Rothenburg e. V.
  2. Satzung des Vereins Tübinger Rothenburg e. V.

Jährlich einmal findet die Mitgliederversammlung der beiden Vereine statt, außerdem gibt es noch die Ausschusssitzungen, die zweimal pro Semester abgehalten werden. Hier treffen sich Hausbewohner und der Ausschuss des Vereins. Der Ausschuss ist nach Fachbereichen wie etwa Kultur, Bau etc. aufgeteilt. Von besonderem Interesse sind momentan bei den Ausschusssitzungen die anstehenden Baumaßnahmen.